- Artikel-Nr.: B051014
- Herkunft: Waldviertel
Einkornmehl ist leicht gelblich und schmeckt nussig und mild süßlich. Die Farbe kommt von den Carotinoiden im Korn, vor allem Lutein, von denen Einkorn deutlich mehr enthält als Weizen. Für dieses Mehl wird das ganze Korn mit Schale und Keimling vermahlen.
Einkorn gehört mit dem Emmer zu den ältesten Getreidearten, die der Mensch angebaut hat. Seinen Namen hat es, weil in jedem Ährchen nur ein einzelnes Korn sitzt. Die Pflanze bringt viel weniger Ertrag als Weizen, und die Körner müssen nach der Ernte erst aus ihren festen Spelzen gelöst werden. Deshalb ist Einkorn selten.
Beim Backen verhält es sich anders als Weizen. Das Klebereiweiß ist weicher, der Teig bleibt klebriger und geht weniger stark auf. Für Brot und Gebäck mischt man Einkorn daher gern zur Hälfte mit Dinkel oder Weizen. Wer es feiner und milder mag, etwa für Kuchen, Kekse, Palatschinken oder Nudeln, nimmt das helle Einkorn-Universalmehl vom selben Hof, das es bei uns im 1-kg-Sackerl gibt. Weil im Vollkornmehl der fetthaltige Keimling steckt, sollte es innerhalb weniger Monate verbraucht werden. Einkorn enthält Gluten.
Einkornstangerl - Rezept
300 g Einkornmehl, 300 g Dinkelmehl, 20 g Germ, knapp ¼ l lauwarmes Wasser, 1 EL Zucker, 1 TL Salz
Alles zu einem Brotteig verkneten und gehen lassen. Zusammenschlagen und so viel Mehl einarbeiten, dass ein fester Teig entsteht. Portionieren, zu Stangerl formen, mit Wasser bestreichen und bei 200 °C etwa 10 Minuten backen.
Das Einkorn wächst am Waldviertler Biohof von Karl Ringl bei Waldkirchen an der Thaya, nahe der tschechischen Grenze. Seit 2009 wirtschaftet er dort biologisch und hat sich auf alte Getreidesorten wie Einkorn, Dinkel und Buchweizen spezialisiert. Gemahlen und abgepackt wird am Hof.